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Mai 19 2017

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2. E-Jugend: Sondertraining zur Stärkung des Selbstbewusstseins

Am Donnerstag fand für die Kids der 2.E-Jugend mal ein etwas anderes Training statt. Wir hatten uns Julian vom Projekt „Kleine Helden Deutschland“ eingeladen. Der Berliner Fußballverband bietet in Zusammenarbeit mit diesem Projekt interessierten Vereinen die Möglichkeit, ein Sondertraining zur Stärkung des Selbstbewusstseins von jungen Fußballer/innen durchzuführen.

Zunächst stellte Julian sich der Mannschaft und den Eltern kurz vor und erläuterte die Hintergründe seines Besuchs und des Projektes „Kleine Helden Deutschland“.

Anhand einiger Beispiele, die auch den (teilweise schockierten und fassungslosen) Eltern zeigten, mit welchem Einfallsreichtum es Fremden gelingt, Kinder (egal welchen Alters) von Fußballplätzen zu locken, sollten die Kinder und Eltern sensibilisiert werden im Auftreten gegenüber fremden Personen. Wie oft schon haben Kinder die Sätze gehört:

„Lass dich von niemandem ansprechen.“ „Gehe mit niemanden mit.“ „Steige zu keinem ins Auto.“

Die Beispiele, von denen Julian berichtete – ob tatsächlich passiert oder sehr realistisch ausgedacht – brachten einige der anwesenden Eltern zum Zweifeln, ob unsere Kinder in diesen Situationen richtig handeln würden oder nicht doch mit der fremden Person mitgehen würden. Umso wichtiger ist es, den Kindern zu erklären und zu zeigen, wie man in solchen Situationen richtig handelt.

Da die stärkste Waffe eines Kindes die Stimme ist, wurde geübt, diese gezielt und laut einzusetzen. Nach ein paar Versuchen schallte dann auch ein gemeinsames lautes „Lassen Sie mich“ übers Vereinsgelände. Im Anschluss wurde dann jedes Kind einzeln mit der Situation konfrontiert, dass ein Fremder auf sie zukommt. Die vorher geübte Distanzzone (sicherer Stand, Arme gerade nach vorne gestreckt und Hände nach oben) gepaart mit einem lauten „Lassen Sie mich“ soll zumindest die Umgebung aufmerksam machen, dass da ein Kind ist, das Hilfe braucht.

Eine weitere Übung bestand darin, den Kindern zu zeigen, was sie tun müssen, wenn jemand sie packt und mitziehen möchte. Hier heißt es: hinsetzen, gegen die Schienbeine der Person treten, umdrehen, aufstehen und so schnell wie möglich wegrennen. Auch diese Übung meisterten die Kids super.

Im Anschluss daran wurde noch eine weitere realistische Tat beschrieben und wie sich Kinder (Opfer) dann verhalten sollen.

Den Kindern wurde auch erklärt, dass es wichtig ist, über nicht gewollte Dinge mit Bezugspersonen (Eltern, Trainern, Betreuern) zu sprechen, auch wenn die Kinder dies eigentlich nicht wollen. Nur so kann der Täter dann auch bestraft werden. Umso wichtiger ist es, ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Kindern, Eltern, Trainern und Betreuern aufzubauen und den Kindern zu signalisieren, dass es mit seinen Problemen nicht alleine ist.

Zum Abschluss des Trainings bekamen die Kids ein T-Shirt des Projektes „Kleine Helden Deutschland“ geschenkt. Im Gegenzug überreichte die Mannschaft als kleines Dankeschön einen von allen unterschriebenen Fußball und einen Vereinswimpel.

Wir danken dem Berliner Fußballverband und dem Projekt „Kleine Helden Deutschland“ für dieses Training und können an dieser Stelle nur allen (G-,F-,E-Jugendmannschaften) empfehlen, dieses Training auch einmal durchzuführen.

Eure Trainer/Betreuerin
Ralf, Thomas & Andrea

www.kleine-helden-deutschland.de

 

Über den Autor

supermuss

2.D-Jugend

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