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Apr 02 2017

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1. Herren: Farbenfrohes Nord-Derby

Die Hohen Neuendorfer gewannen das Nord-Derby beim VfB Hermsdorf hochverdient 3:0 (2:0). Allerdings könnte der Erfolg beim Verbandsliga-Absteiger teuer erkauft worden sein, denn Doppeltorschütze Schrödter sah die rote Karte und Adler zog sich wohl eine schwerere Knöchelverletzung zu. Kurios: Als die Partie bereits zugunsten der Blau-Weissen entschieden war, wurde sie „farbenfroh“.

Auf dem kleinen Kunstrasen an der Seebadstraße begann die Partie relativ ausgeglichen. Nach zehn Minuten abtasten hatten die Platzherren die erste Möglichkeit als Haustein einen Freistoß an die Querlatte köpfte (12.). Aber bereits 120 Sekunden später schwenkten die Gäste auf die Siegerstraße ein, während sich der Sonntag für die Hermsdorfer zu einem rabenschwarzen entwickelte: Walczuch paßte auf Keeper Schumann zurück, der sich den Ball parallel zur Torlinie vorlegte und dabei Schrödter „übersah“, der den Ball nur noch über die Linie zu bugsieren brauchte. Die Hohen Neuendorfer hatten gegen die verunsicherte VfB-Elf nun deutlich Oberwaser, spielten ihre Angriffe aber nicht energisch genug aus. Das 2:0 nach 33 Minuten war dann aber ganz stark herausgespielt. Nach einer Ballstaffette chipte Pötzl das Leder auf den einlaufenden Scheel, der aus 7 Meter unbedrängt per Kopf vollstreckte. Hermsdorfs Walczuch hätte dann seinen Anteil am 0:1 wett machen können, doch scheiterte er an Hartmann (39.), der ebenso glänzend parierte wie sein Gegenüber im direkten Gegenzug gegen Scheels-Schuß. Und die Einheimischen durften schließlich mit dem Pausenstand noch zufrieden sein, nachdem Pötzl mit einem abgefälschtem Schuß „nur“ die Lattenunterkante traf (41.). Nach dem Seitenwechsel forcierten die Blau-Weissen das Flügelspiel und kamen zu weiteren Möglichkeiten. Dann wurde Adler im Strafraum von den Beinen geholt und Schrödter traf vom Punkt mit Vehemenz zur Spielentscheidung. Und nun wurde die Partie „bunt“. Erst sah Schupp nach einem Stoßen im Zweikampf mit Adler glatt Rot (54.) und eine Minute später folgten ihm Hermsdorfs Aktürk, als er den Schiedsrichter am Arm zog, um ihn auf ein vermeindliches Beinstellen Schrödters hinzuweisen und auch der Hohen Neuendorfer für dieses Vergehen. Trotz des reichlichen Platzes auf dem Spielfeld passierte dann nicht mehr viel. Während die Blau-Weissen nun nur noch Hacke-Spitze spielten und nach Adlers Eingabe (die zur Verletzung führte) auf Wolf ihren einzigen „Riesen“ hatten (77.), blieb das Pech den Hermsdorfern treu. Reimer lupfte den Ball nach wenig konsequenter Abwehrarbeit über Hartmann hinweg, der aber nach einer Bodenberührung nur die Latte traf.

P.S.: Die drei roten Karten belegen kein unfaires Spiel!!! Man kann sie geben, nach strengster Regelauslegung und den Spielern Böses unterstellend. Mit etwas Fingerspitzengefühl und ein paar klaren, beruhigenden Worten vom Unparteiischen hätte es auch durchaus jeweils mit einer Ermahnung abgehen können.

HN: Hartmann – Kohl, Heymann, Benbrahim, A. Kübler (21. Lemke) – Pötzl, Scheel – Wolf, Schrödter, Adler (78. Mehle), C. Bräuer.

Über den Autor

Hardy

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